Schluss mit Blasen am Fuß

(von Martina Michl) Man läuft und läuft und läuft – alles ist perfekt. Das Wetter ist schön, man hat genug zu trinken dabei und die Laufgeschwindigkeit ist laut Forerunner genau im richtigen Bereich. Doch was ist das? Nach 10 Kilometern drückt, scheuert und schmerzt es auf einmal im Schuh.  Eine Blase. Autsch! Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann unter Umständen auch eine längere Laufpause bedeuten. Wir erklären, wie man geschickt vorbeugt und was im Blasen-Ernstfall zu beachten ist.

 

01asics_laufschuhVorbeugen: Die richtigen Schuhe kaufen

Der wichtigste Schritt kommt wie immer zu Beginn: Der Schuhkauf. Am besten geht man in einen Sportladen mit Lauflabor. Dort wird der individuelle Laufstil genau analysiert, sodass der bestmöglich passende Schuh ermittelt werden kann. Da die Füße gegen Abend unter Umständen etwas anschwellen, ist es von Vorteil, den Kauf in die Nachmittagsstunden zu verlegen. Zuhause angekommen, sollten die Neuen gezielt eingelaufen werden. Zunächst trägt man sie nur stundenweise und steigert die Tragedauer nach und nach. Tipp: Auf gefährdeten Stellen sollten Blasenpflaster präventiv angebracht werden. Starke Reibung kann reduziert werden, indem man Creme oder spezielle Gels auf die Füße aufträgt.

Vorbeugen: Schuhe RICHTIG binden

Foto: craigj532/ http://forum.slowtwitch.com
Der „Lace Lock“ Foto: craigj532/ http://forum.slowtwitch.com

Wer zu Blasen an den Fersen neigt, kann durch das Schnüren eines sogenannten „Lace Lock“ oder „Heel Lock“ an den Sportschuhen Abhilfe schaffen. Dazu benötigt man die zusätzlichen, leeren Löcher oberhalb der Schnürsenkel. Wenn man die Senkel auf der gleichen Seite von außen nach innen durch diese Öffnungen zieht, bilden sich zwei Schlaufen. Anschließend werden die Bändel überkreuzt und durch die Schlinge auf der jeweils anderen Seite geführt. Damit diese sich zuziehen, werden die Schnürsenkel als nächstes fest nach unten zum Schuh hin gezogen. Das „Lace Lock“ ist entstanden, wenn die Schlaufen möglichst eng sitzen und überhaupt keinen Spielraum mehr haben. Nun werden die Schuhe ganz normal gebunden. Durch diese Technik sitzt der Schuh besonders eng und bequem am Fuß. Die Zehen stoßen beim Sport nicht vorne an und Blasen an den Fersen werden vermieden. Klingt komplizierter als es ist. Deutlicher wird die Technik in diesem Video:

02shutterstock_182039117Der Blasen-Ernstfall: Die richtige Pflege  

Auch die sorgfältigste Vorbeugung schützt manchmal nicht hundertprozentig vor der Blase. Wenn es bereits zu spät ist, sind die richtigen Verhaltensweisen von entscheidender Bedeutung: Damit sie sich nicht entzündet, sollte die Blase auf keinen Fall mit einer Nadel aufgestochen werden. Nur wenn die Haut unversehrt bleibt, kann diese nämlich die nachwachsende Haut vor Infektionen schützen. Die störende Stelle sollte so lange in Ruhe gelassen werden, bis die Haut sich von selbst ablöst. Kleine Blasen lassen sich mit einem Pflaster, große mit einer Mullbinde gut abdecken. Spezielle Blasenpflaster sind Gold wert, denn sie polstern den betroffenen Bereich und lindern den Druckschmerz sofort. Am besten immer ein Pflaster für längere Touren einpacken.

Die richtige Heilung: So gelingt‘s!

Auch wenn die Blase bereits aufgeplatzt ist, darf die ältere Haut nicht einfach entfernt werden. Stattdessen sollte man die Flüssigkeit abfließen lassen und anschließend alles mit einem trockenen, sterilen Verband abdecken. In die Schuhe, die die Blase verursacht haben, sollte man so lange nicht schlüpfen, bis alles komplett verheilt ist. Wer diese Tipps, Tricks und richtigen Verhaltensweisen im Kopf hat, braucht selbst bei einer Marathondistanz keine Angst mehr um seine Füße haben.

 

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