Bundes-Radcontest: Alexander Drobe (Sachsen-Anhalt) im Portrait

Ob Tag oder Nacht, ob es regnet oder schneit, sie steigen immer aufs Rad. Die Bundes-Radcontest Teilnehmer geben alles, um ihr Bundesland bei der Kilometer-Challenge ganz nach vorne zu bringen. Fünf Wochen haben sie Zeit. Jeder Kilometer zählt. Nachdem sie sich im Community-Voting durchgesetzt haben, kämpfen sie jetzt darum, einer der fünf Kilometer-Könige/-Königinnen zu werden. Was sie antreibt, welche Erfolge sie schon gefeiert haben und worauf sie beim Training schwören: Wir stellen die 16 Athleten vor.

Header Alex Drobe

1.    Was macht für dich die Leidenschaft beim Radfahren aus?

Ich mag es, durch die Natur zu fahren und Ecken, z.B. in der Heimat in Thüringen, zu sehen, wo man wahrscheinlich nie mit dem Auto hingekommen wäre.
Dann ist es faszinierend, wie schnell man sich mit der Kraft der Muskeln fortbewegen kann, ohne Motor…

Und ganz wichtig ist das Gemeinschaftsgefühl in der Hobbyrennradgruppe. (Leider begegnet man immer wieder solchen arroganten Einzelfahrern/Egoisten, die nicht einmal grüßen können, aber mit ihrem teuren Equipment denken, sie wären die Tollsten.)

2.    Zurück in die Vergangenheit: Warst du schon immer so fahrradbegeistert? Kannst du dich noch an dein erstes aus eigener Tasche bezahltes Rad erinnern?

Nein, ich mache fast alle Sportarten, vor allem Mannschaftssportarten, sehr gern. Ich bin in jungen Jahren beim Fußball gelandet und hängen geblieben, aber die Knie danken es mir heute nicht. 🙂 Ich bin eher der Teamplayer/Mannschaftssportler.
Mein erstes Rennrad habe ich mir ca. im Jahr 2000 vom Bundeswehrausscheidergeld gekauft. Ich fahre das Scott immer noch und nehme es jetzt als Schlechtwetterrad.

3.    Jetzt wird´s auch mal Zeit zum Angeben: Was war deine längste zurückgelegte Strecke, was war bisher dein größter sportlicher Erfolg?

Also, zu meiner längsten Strecke bin ich eher wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Ich habe einmal an einem Sonntag meine Rennradgruppe verpasst bzw. war der Einzige, der fahren wollte. Als eine andere Gruppe vorbei kam, hing ich mich dran und wir quatschten nicht erst in der Pause bei McDonald’s. Dabei erfuhr ich vom Dreiländergiro und dass ich doch mit einem Radler der Gruppe mitfahren könne. Ohne mich zu erkundigen, meldete ich mich an und war dabei. Die Strecke waren ca. 170 km, die ich an einem Stück gefahren bin. Ich bin gerade nicht sicher, ob es bei einer Ausfahrt, z.B. zum Männertag etc. einmal ein paar Kilometer mehr gewesen sein könnten.
Naja, meine größten Erfolge (Hobbysportler) waren, nach der Neugründung einer zweiten Männermannschaft (beim SV Hermsdorf/Thür.),  3 Aufstiege in Folge aus der untersten Klasse, weil man da immer von ganz unten anfangen muss. 🙂

 4.    Du hast die Ehre, Sachsen-Anhalt vertreten zu dürfen. Was macht aus deiner Sicht dein Bundesland aus?

Hm, sehr schwierig, da ich, wie in meiner Beschreibung erwähnt, vom Kopf und Herzen Thüringer bin. Ich kann nur sagen, dass hier genauso viele nette Menschen leben wie in Thüringen und dass ich super Kollegen habe. Die Gegend, in der ich arbeite und wohne, macht das flache Relief und der Gegenwind beim Radeln aus. 🙂

Alexander_Drobe_ST 5.    Neben dir kämpfen noch 15 weitere Vertreter der Bundesländer um den großen Titel. Doch warum wirst gerade DU Kilometerkönig?

Ganz ehrlich, ich werde zwar mein Bestes geben, was neben der Arbeit möglich ist, aber wenn ich sehe, wie viele Kilometer Einige schon haben, werde ich nicht um Platz 1 fahren können. Selbst unter die ersten fünf zu kommen, wird schwer werden. Aber es macht Spaß und ich bin motivierter als sonst, da ich eigentlich wirklich nur ein Hobbyradler und Schönwetterfahrer bin. Vielleicht wird das mein Trainingsjahr mit den meisten Kilometern.

6.    Den 16 Auserwählten Deutschlands ist eines bereits sicher: Ein Startplatz für den Velothon in Berlin! Jeder hat so sein Geheimrezept bei der Vorbereitung auf ein großes Rennen. Worauf schwörst du beim Training für den Velothon?

Wenn ich allein fahren muss/darf, schwöre ich auf gute Musik im Ohr, weil ich sonst vor Gedanken über Gott und die Welt und Langeweile krachen gehe. 🙂
Sonst wenn es möglich ist, fahre ich am liebsten mindestens zu zweit. Das verdoppelt den Spaß am Fahren schon.

 7.    Beschreibe uns kurz deine Lieblings-Radstrecke. Was zeichnet sie aus?

Ich habe nicht nur eine Lieblingsradstrecke, da ich die Abwechslung liebe, leider ist das hier oben eher schwierig. In der Heimat in Thüringen mag ich die Gegend um Jena mit ihrem profiliertem Relief und fahre gern bei Kahla auf die Leuchtenburg.

 8.    Und zum Schluss: Ein Satz, der dich beschreibt:

Mich zu beschreiben würde ich lieber anderen überlassen, aber wie gesagt, bin ich eher ein Teamsportler, der sich durch das Gemeinschaftsgefühl und gemeinsame Ausfahrten motivieren kann.

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