Hilfe beim Abnehmen: GPS-Laufuhren unter der Lupe

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Abnehmen ist ganz einfach: man muss dem Körper nur weniger Energie zuführen, als er verbrennt. Also werden für diverse Diäten Kalorientabellen gewälzt und man rechnet aus, wieviel man verbrennt. Die verbrannten Kalorien setzen sich zusammen aus Grundumsatz plus körperliche Aktivität (Arbeit oder Sport). Landläufig herrscht die Meinung, die Herzfrequenz sei der alles entscheidende Wert für eine exakte Berechnung der verbrannten Kalorien. Aber das ist falsch!

Die Herzfrequenz ist zwar ein guter Indikator, um für sich selbst zu bestimmen, wie hoch die eigene Belastung ist, aber zur Berechnung des Kalorienverbrauchs ist sie zunächst mal wenig aussagekräftig. Warum? Die Herzfrequenz ist bei jedem Mensch genetisch bedingt unterschiedlich. Ein sinnvoller Rückschluss aus der Herzfrequenz auf den Kalorienverbrauch kann tatsächlich nur dann gezogen werden, wenn die individuelle Relation von Herzfrequenz und Sauerstoffaufnahme bekannt ist. Dies setzt aber eine leistungsdiagnostischen Untersuchung voraus, bei der zusätzlich auch die Sauerstoffaufnahme und damit eine wissenschaftlich exakte Ermittlung des Kalorienverbrauchs bzw. des Energieumsatzes bestimmt wurde (indirekte Kalorimetrie / Spiro­ergometrie).

Eine simple, aber durchaus brauchbare Faustformel zur Berechnung des Kalorienverbrauchs benötigt tatsächlich nur die beiden folgenden Werte:
a) die zurückgelegte Distanz im km und
b) das Gewicht in kg.
=> Gewicht in kg x Distanz in km = verbrannte Kalorien (kcal)
Beispiel: Distanz 10 km, Körpergewicht: 75 kg, => 75 x 10 = 750 kcal

Größe, Geschlecht, Alter oder auch die Haarfarbe sind hierbei zunächst mal nebensächlich, denn rein physikalisch ist es unerheblich, ob die 75 kg von einer 160 cm kleinen Frau oder einem 210 cm großen Mann über die 10 km „befördert“ werden. Natürlich spielen Parameter wie Gefälle, Bodenbeschaffenheit, Wind, Temperatur und ein ökonomischer Laufstil eine nicht unerhebliche Rolle, aber für einfache Zwecke ist die obige Faustformel sehr gut brauchbar und passt zu 95 %. Die Berechnung der verbrannten Kalorien wird verständlicherweise genauer, wenn die Laufgeschwindigkeit mit berücksichtigt wird. Denn trotz der Tatsache, dass ein schneller Läufer weniger Zeit benötigt als ein langsamer Läufer, ist der Energieumsatz höher, je schneller man läuft.

Und spätestens jetzt sollte klar sein, warum auch einfache GPS-Sportuhren (wie zum Beispiel der Garmin Forerunner 10) auch ohne Herzfrequenzmessung die verbrannten Kalorien (kcal) erstaunlich exakt berechnet.

  1. misst er genau die Distanz (dank GPS)
  2. kennt er das Gewicht des Läufers (muss anfangs einmal in das Gerät eingegeben werden)
  3. ermittelt er per GPS auch die Laufgeschwindigkeit

Fazit: Da die Kalorien auch ohne Herzfrequenzmessung berechnet werden können, haben auch GPS-Laufuhren ohne Brustgurt, beispielsweise die Forerunner 10, eine sehr exakte Kalorienanzeige.

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