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Motorrad richtig einwintern in 9 Schritten

Wenn sich das Frühjahr mit den ersten warmen Tagen und eisfreien Straßen ankündigt, freut man sich darauf endlich seine Schönheit aus dem Winterschlaf zu wecken und die erste Ausfahrt der Saison zu starten. Damit das geliebte Motorrad nach dem Winter jedoch nicht aussieht und klingt wie Opas altes Mofa aus der Scheune, gibt es hier den Leitfaden zum fachgerechten Einwintern.

Ölwechsel vor dem WinterSchritt 1: Ölwechsel vor dem Winter

Entscheidend für die angemessene Pflege sind die richtige Wahl der Schmiermittel, sowie deren ordnungsgemäße Anwendung. Die Experten von MOTOREX empfehlen zunächst einen Ölwechsel vorzunehmen, also Schmierstoff und Ölfilter der Maschine zu wechseln. Dies ist notwendig, da die im gebrauchten Öl gebundenen Stoffe wie Säuren, Wasser oder Schmutz zu Korrosion im Motor führen können. Wenigfahrer können den jährlich anstehenden Ölwechsel also gleich in ihre Wintervor-bereitungen integrieren. Vielfahrer die wegen hoher Kilometerleistung mehrmals jährlich das Öl wechseln müssen, timen den nächsten Ölwechsel entsprechend zum Saisonende.

Lieber den Tiger im Tank, statt Ablagerungen und SchmutzSchritt 2: Lieber den Tiger im Tank, statt Ablagerungen und Schmutz

Wichtig ist es, den Luftdruck beider Reifen um etwa 0,5 bar mehr als sonst zu erhöhen, damit wird platten Reifen im Frühjahr entgegengewirkt. Um Rost im Inneren des Tanks zu verhindern, sollten besonders Metalltanks vor dem Winter voll getankt werden. Benzinzusätze, wie der Motorex Fuel Stabilizer verzögern die Oxidation und verhindern Ablagerungen. Außerdem wird gewährleistet, dass der Motor auch nach langer Standzeit ohne Probleme anspringt. Damit sich der Zusatz im gesamten Kraftstoffsystem verteilen kann, sollte die Maschine nach Hinzugabe des Fuel Stabilizers einige Minuten laufen. Nur auf diese Weise kann sich die Schutzwirkung beispielsweise auch in Schwimmerkammern von Vergaser-Maschinen voll entfalten.

Den Frühjahrsputz vor dem Winter durchführenSchritt 3: Den Frühjahrsputz vor dem Winter durchführen

Das beste Schmieröl bringt nichts, wenn alle Bauteile von einer dicken Dreckschicht überzogen sind. Deshalb ist es ratsam, den groben Dreck zuerst mit viel Wasser oder per Dampfstrahler zu entfernen. Spezielle Motorradreiniger, wie Moto Clean von Motorex entfernen Insekten, Bremsstaub, Teer-flecke und andere hartnäckige Verschmutzungen. Der Reiniger wird auf  die trockene und kalte Maschine aufgesprüht und nach kurzer Einwirkzeit mit Wasser vollständig abgewaschen. Anschließend das Motorrad per Hand oder mit Druckluft abtrocknen, um auch unzugängliche Stelle von Feuchtigkeit zu befreien.

Die BatterieSchritt 4: Die Batterie

Nach der Schönheitskur ist die Batterie an der Reihe. Vor dem Einsatz des Kontaktsprays werden beide Batteriepole gelöst. Wichtig dabei: mit dem Minus-Pol beginnen, sonst kann ein Kurzschluss entstehen. Jetzt können die Kontakte mit einem Lappen und feinem Sandpapier gereinigt werden. Danach die Batterieklemmen, mit dem Pluspol beginnend, wieder fest anschrauben und mit einer dünnen Schicht Accu Protect besprühen. Viele Motorräder verfügen über eine Uhr oder Alarmanlage, welche permanent Strom verbrauchen. Über den Winter kann deshalb der Minus-Pol auch nicht angeschlossen bleiben. Wird das Motorrad im Freien oder in einer freistehenden Garage abgestellt, ist es möglicherweise zweistelligen Minusgraden ausgesetzt. In dieser Situation bietet es sich an, die Batterie auszubauen und an einem dunklen und trockenen Ort zu lagern. Durch ein Frischhalte- oder Ladegerät kann die Lebensdauer der Batterie zusätzlich verlängert werden.

Kette, Ritzel und Co.Schritt 5: Kette, Ritzel und Co.

Wer seinen Boden nicht verschmutzen möchte, sollte für die folgenden Arbeiten eine große Pappe oder ähnliches unterlegen. Denn nun werden Kette, Ritzel und Kettenblatt behandelt. Zuerst werden grobe Fettreste mit einem alten Lappen oder einer Bürste entfernt. Im Anschluss Kette, Kettenblatt und Ritzel mit einem Fettentferner, beispielsweise Chain Clean Degreaser einsprühen und einwirken lassen. Bei Bedarf kann mit einer Bürste nachgeholfen werden. Gelöste Fettrückstände können dann mit einem Lappen abgewischt werden. Die Kette wird mit einem Kettenspray, wie Chain Lube Off Road, Chain Lube Road Strong oder Chain Lube Racing von Motorex eingesprüht. Dadurch wird die Lebensdauer des Kettensatzes verlängert.

Pflege der beweglichen TeileSchritt 6: Pflege der beweglichen Teile

Um im Frühjahr keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten auch alle anderen beweglichen Teile winterfest gemacht werden. Empfehlenswert ist ein Universal-Ölspray, zum Beispiel Joker 440 Synthetic oder Intact MX50. Das Spray sorgt dafür, dass Feuchtigkeit unterwandert und verdrängt wird. Außerdem entsteht ein hochwirksamer Schutzfilm. In der Regel werden die Sprühdosen mit einem langen Sprührohr geliefert, so können auch schwer zugängliche Stellen problemlos erreicht werden. Welche Teile zu schmieren sind, ist vom jeweiligen Motorrad-Modell abhängig. Die wichtigsten sind jedoch Haupt- und Seitenständer, Gelenke der Schalthebel, Fußbremse, Schaltgestänge, sowie Handhebel. Hinzu kommen bewegliche Verbindungen bei mechanischen Kupplungen und Drosselklappensteller am Vergaser. Ebenfalls Zünd-, Sitzbank- und Helmschloss nicht vergessen. Beim Ölen von Zügen ist Vorsicht geboten, denn mit Teflon beschichtete Züge sind selbstschmierend. Mit Sprühöl würde dieser Effekt verhindert.

Nach Technik kommt OptikSchritt 7: Nach Technik kommt Optik

Chrom, Metallteile und lackierte Oberflächen werden mit einem Pflege- und Schutzspray, z.B. Moto Protect behandelt. Auch hier gilt wieder die gleiche Vorgehensweise – einsprühen, einwirken lassen und mit einem sauberen Lappen verreiben. Griffe, Reifen oder die Sitzbank sollten dabei jedoch aufgrund des Ölgehalts im Spray verschont bleiben. Alle anderen Oberflächen werden durch den leichten Ölfilm vor Korrosion geschützt. Zu Beginn der nächsten Saison kann dieser leicht entfernt werden. Fahrerausstattung, wie Jacken, Hosen, Stiefel und Satteltaschen, aber auch die Ledersitze können mit Protex Spray, einem Imprägnier Spray behandelt werden.

In trockenen TüchernSchritt 8: In trockenen Tüchern

Steht das Bike permanent im Trockenen, ist ein einfaches Leinentuch zur Abdeckung ausreichend. Wer sein Motorrad dem grimmigen Winter ausliefert, sollte mindestens eine wasserdichte Plane bereithalten. Optimal hingegen sind atmungsaktive Abdeckplanen. Diese bieten den Vorteil, dass Verdunstungsfeuchtigkeit unter der Plane wieder entweichen kann. Einfache Planen sollten dementsprechend regelmäßig gelüftet werden.

Schritt 9: Auch ans Navi denken

 Wenn das Motorrad perfekt für den Winterschlaf präpariert wurde, sollten die kalten Tage sinnvoll genutzt werden, um auch das Motorrad-Navi wie den Garmin zumo 590 LM auf die neue Saison vorzubereiten. Dabei empfiehlt es sich das Gerät auf den neusten Stand zu bringen und Firmware-Updates sowie die kostenlosen Karten-Updates oder eigene benutzerdefinierte Karten aufzuspielen. Natürlich kann man die Zeit auch schon auf Garmin BaseCamp mit der Planung der Touren für das nächste Jahr verbringen. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Wer sein Motorrad bestmöglich auf die Standzeit im Winter rüstet und sein Navi auf dem neusten Stand hält, wird in der nächsten Saison schon die ersten schönen Tage mit geringer Vorbereitung nutzen können. Abgesehen davon dient regelmäßige Motorradpflege dem Werterhalt und kann Pannen und teuren Reparaturen vorbeugen, denn kleine Mängel fallen sofort auf und wachsen sich nicht so leicht zu großen Schäden aus.

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5 Kommentare zu “Motorrad richtig einwintern in 9 Schritten

  1. Hallo, ich stelle mein Motorrad auf einen extra Ständer, so das es gerade steht, der Tank richtig voll gemacht werden kann und der seitenständer nicht ewig belastet wird.

  2. Nach Möglichkeit stellt die Maschine doch auf spezielle Heber für euer Modell, so entlastet Ihr die Federung über die kalten Wintermonate. Mfg

  3. Ich werde mein Zweirad einmotten und in die Garage stellen!
    Ich wünsche allen Bikern und Nichtbikern allzeit gute Fahrt!

    Gruß
    Mario

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