„Der Ötillö-Swimrun ist mein persönliches #BeatYesterday“

Birgit Baecker ist Marketing Communications Manager bei Garmin. Hinter der sperrigen Bezeichnung verbirgt sich unter anderem der Bereich Sponsoring, auch von Events. So betreut Birgit den Ötillö-Swimrun, der von Garmin unterstützt wird. Eigentlich, und das erklärt die Einleitung, sollte Birgit einen Kontakt zu einem Teilnehmer des Swimruns herstellen, über den wir hier erzählen wollten. Über den Sportler als Menschen, seine Motivation und die Herausforderungen beim Ötillö. Doch dann kam alles anders.

Eine Garmin-Kollegin aus Schweden, mit der Birgit regelmäßig in Kontakt steht, berichtete von ihrer Teilnahme am Ötillö Swimrun. „Sie ist in Utö gestartet und war total begeistert, das hat mich schon ein bisschen angesteckt“, erzählt Birgit lachend. Unmittelbar nach dem Telefonat teilt sie das Gehörte mit ihrer Bürokollegin Annika. „Wir haben uns dann beide angeschaut und überlegt – ein bisschen sportlich sind wir ja schon, aber reicht das für so eine Herausforderung?“. Gerade hatte sich Birgit beim Mountainbiken die Hand gebrochen, Laufen und Schwimmen sind nicht unbedingt ihre Paradedisziplinen. Nicht die besten Voraussetzungen. Dennoch: „Der Swimrun-Sprint klang genau nach dem, was für uns passte“.

swimrun-handsGesagt, getan. Ende April haben Annika und Birgit mit dem Training begonnen, zunächst mit dem Laufen. Das Schwimmtraining startete im Juli. Ein Kollege, selbst Marathonläufer mit beachtlichen Zeiten, unterstützt mit Knowhow und Trainingsplänen. Bis Oktober haben Birgit und Annika Zeit, sich auf die ungewöhnliche Herausforderung vorzubereiten.

Doch der sportliche Teil des Swimruns ist nicht die einzige Herausforderung. „Beim Swimrun ist man ein Team – das ist für eine Schwimm- sowie Laufveranstaltung schon besonders. Beim Triathlon ist jeder für sich – beim Swimrun gibt es immer den Partner“, erklärt Birgit. Partner heisst beim Swimrun: Man ist miteinander verbunden, darf nicht mehr als 10 Meter voneinander entfernt sein. Gut, um sich gegenseitig zu motivieren und zu helfen. Kritisch, wenn auch nur der Gedanke aufkeimt, der Partner ist zu langsam oder zu schnell – und dadurch jeder weitere Meter zu einer mentalen Geduldsprobe wird. „Wir haben natürlich geschaut, ob wir zusammen passen“, lacht Birgit, schließlich arbeiten beide zusammen in einem Büro. Und das soll auch nach dem Ötillö-Swimrun so bleiben. Das „zusammen“ muss auch sportlich passen: Möglichst ähnliche Laufgeschwindigkeit, annähernd gleich Qualitäten beim Schwimmen und am besten noch einen synchronen Herzschlag (zumindest bildlich gesprochen, denn beide Frauen sind bei Belastung etwa 20 Schläge voneinander entfernt). Angst vor Konflikten beim Laufen haben sie nicht.

Was ist aber die eigentliche Motivation für die beiden Frauen, sich so einer ungewöhnlichen Herausforderung zu stellen? „Ich brauche ein Ziel, das ist für mich sehr wichtig“, sagt Birgit. Es hätte auch ein Mountainbike-Trail sein können, oder eine Ski-Abfahrt. In beidem ist Birgit fit. Jetzt ist es der Swimrun. „Mit der Entscheidung, in Rheinsberg an den Start zu gehen, habe ich auch gleich Tatsachen geschaffen und Schuhe und Neopren-Anzug gekauft“, schmunzelt sie. Das gesetzte Ziel ist deutlich mehr als nur ein Termin im Kalender. Es spornt sie an, motiviert sie. Mehr zu erreichen, Neues auszuprobieren und sich einer Herausforderung zu stellen. „Das ist mein persönliches #BeatYesterday„.

Vor wenigen Wochen konnte Birgit schon ein wenig den Spirit des Swimrun inhalieren. Ein Camp, bei der sie unter anderem André Hook, mit seinem Partner Wolfgang Grohe später Drittplatzierter beim Swimrun in Engadin, kennenlernte. „Was für eine tolle Gemeinschaft! Das ist doch deutlich anders als bei vielen Triathlon- oder Marathonveranstaltungen. Der Teamgeist ist nicht nur auf das eigene Team begrenzt, sondern herrscht vielmehr unter allen Teams“, schwärmt Birgit.

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Bei aller Begeisterung verkennt das Garmin-Team die sportlichen Herausforderungen nicht. Im Gegenteil: Laufen mit Neopren – ungewohnt und auf jeden Fall ein Fall fürs Training. „Und das Aussteigen aus dem Wasser und dann gleich wieder Laufen – das wird hart“, weiß Birgit. Bei den ersten Tests ist ihr in diesen Momenten manchmal schwindelig geworden. Daran muss sie auch noch arbeiten.

Spannend ist für Birgit und Annika aber nicht nur der Swimrun, mit dem ganzen Drumherum und der ganz persönlichen #BeatYesterday Challenge. Vielmehr: Auch für ihre eigene, tägliche Arbeit bei Garmin bekommen beide schon jetzt unheimlich viel Input. Angefangen von Funktionen der fénix 3, von der beide wussten – die sie aber bislang in anderen Sportarten genutzt haben, bishin zu speziellen Bedarfen und Anforderungen der Zielgruppe: „Das ist eine echte Bereicherung, hier als Aktive in einer noch sehr jungen Sportart Erfahrungen zu sammeln, die wir unseren Kollegen für die weiteren Entwicklungen unserer Uhren mitgeben können“.

Am 23. Oktober gehen in Rheinsberg in Mecklenburg-Vorpommern beim „Ötillö Swimrun 1000 Lakes“ die Teams an den Start. Der Swimrun durch die beeindruckende Natur im „Land der 1000 Seen“ wird für Zuschauer und Aktive ein spannendes Spektakel. Wir drücken allen Startern, vor allem aber Birgit und Annika, die Daumen.

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