Trainingsweltmeister werden keine Weltmeister!

Julia Viellehner beim Triathlon in Erding(von Julia Viellehner) Wer seine individuellen sportlichen Ziele erreichen möchte, der muss sich spezifisch und geplant darauf vorbereiten. Je herausfordernder die Ziele sind, desto professioneller muss das – hoffentlich gut durchdachte – Training durchgeführt werden. Eine bekannte Aussage lautet: „Trainingsweltmeister werden keine Weltmeister!“ Wer im Training überzieht oder einen zu schwachen Trainingsreiz setzt, der wird seine sportlichen Ziele kaum erreichen.

Mein Training zielt, je nach Saison, auf unterschiedliche Hauptwettkämpfe ab. Das Training ist strukturiert und gliedert sich in Makro- sowie Mesozyklen. So steht zu Beginn der Saison eher der Ausdaueraspekt im Vordergrund, im Laufe der Saison werden dann die langen Einheiten durch wettkampfspezifische Einheiten ersetzt. Mein Trainer gibt mir so täglich Trainingseinheiten vor, die dem jeweiligen Mesozyklusabschnitt entsprechen. Natürlich fruchtet das Training nur, wenn ich als Athlet schlussendlich die geplanten Einheiten auch 1 zu 1 umsetze. Dank des Forerunners ist mir genau dies möglich.

Mittels exakter Zeit-, Strecken-, Puls- und Wattangaben kann ich mein Tempo, meine Trainingszeit, die Intensität usw. kontrollieren und den geplanten Vorgaben anpassen. Natürlich soll dabei  das für mich so wichtige Freiheitsgefühl beim Sport nicht verloren gehen. Das heißt, ich lasse mir bei einem 2 Stundenlauf nicht alle 500m von meiner Uhr mitteilen, ob ich nun eine Sekunde zu schnell oder zu langsam unterwegs bin. Meist stoppe ich jeden zweiten Kilometer raus bzw. lass die Autolapfunktion für mich stoppen. Irgendwie bestärkt es mein Selbstwertgefühl während einer Trainingseinheit bzw. motiviert es mich, wenn ich die anvisierte Pace treffe – ansonsten kann ich natürlich ggf. das Tempo drosseln oder, was seltener der Fall ist…: steigern! Bei Tempoeinheiten nütze ich auch gerne die Option des virtuellen Partners, der mir mittels visueller Darstellung und / oder (Vibrations-)Alarm angibt, ob ich zu schnell oder zu langsam unterwegs bin.

Wie schon erwähnt, dabei darf natürlich nie die „künstlerische“ Freiheit außer Acht gelassen werden. Wenn ich mich super fit fühle, dann endet auch bei mir ein Dauerlauf hin und wieder schneller als geplant bzw. wenn „heute einfach nicht mein Tag ist“ oder mir mein Körper mitteilt, dass er im Winterschlafmodus ist bzw. mit Viren und Co kämpft, dann höre ich auf meinen Körper und leg lieber nen lockeren Trainingstag ein!

Hier ein Ausschnitt aus meinem Trainingsplan, geplant waren 27 km in 2 Stunden, gerannt bin ich (mit dem Forerunner von Garmin) 27.02 km in 1:59:24 –> soll = ist! 😉

Julia Viellehner

Julia Viellehner

Über die Autorin:
Julia Viellehner studiert Gesundheitsmanagement mit Praxisanteil im FTZ Mühldorf und arbeitet nebenbei in einem Fitnessstudio. Über zehn Jahren betriebt sie Langstreckenlauf auf nationalem Niveau und konnte mehrere deutsche Meistertitel im Straßenlauf sowie Crosslauf gewinnen. Inzwischen ist sie zum Triathlonsport gewechselt und auch in Triathlon Bestenlisten weit vorne zu finden. Ihr gewonnenes Wissen und die gesammelten Erfahrungen gibt sie hier gerne weiter.

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