Start beim Stampfl-Berlauf / Foto: Hans Munz

Julia Viellehner geht bei Wien-Marathon 2016 an den Start

Sekunde für Sekunde zählt der Countdown die verbleibende Zeit bis zum Start. Am Sonntag (10. April 2016) startet die 33. Auflage des Wien-Marathons. Mehr als 42.000 Läuferinnen und Läufer gehen beim „Vienna City Marathon“ an den Start. Österreichs größte Sportveranstaltung ist zugleich ein Fest in der Stadt.

An den Start gehen wird auch Julia Viellehner. Die studierte Gesundheitsmanagerin, die für den TSV Altenmarkt startet, freut sich schon: „Wien ist eine sehr schöne Stadt, der Lauf hat einen interessanten und abwechslungsreichen Kurs“. Und mit Sicherheit werden auch die Zuschauer entlang der Strecke alle über 42.000 Läuferinnen und Läufer mit Applaus und Anfeuerungen ins Ziel tragen.

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Der Stampfl-Berglauf. 200 Höhenmeter auf 4,2 Kilometern Strecke. Am Ende ist Julia die schnellste Frau im Feld. (Foto: Tom Stecher)

Seit Wochen arbeitet die 30jährige auf die Saison hin, deren erster Höhepunkt der Marathon in Wien ist. Erst am vergangenen Sonnabend, also 8 Tage vor dem Marathon in Wien, startete sie in Kloster Au am Inn beim Stampfl Berglauf. Zwar war dieses Rennen „nur“ auf einem Zehntel der Strecke von Wien – aber hatte dafür ordentlich Höhenmeter. Die Höhendifferenz vom Start bei Au am Inn bis zum Ziel am Trescherberg sind immerhin 200 Meter. Bei 17:26 stoppte die Uhr für Julia, Sieg bei den Damen und Streckenrekord. Das reichte ihr an „Trainingsprogramm“ für das Wochenende jedoch nicht. Nicht nur, dass Julia bereits vor dem Wettkampf 4000 Meter Schwimmen war, nach dem Wettkampf die Wettkampfstrecke wieder locker zurück joggte und mit dem Rad nochmal 10 Kilometer bis nach Hause fuhr – nach einem Eisdielenbesuch („Belohnung muss sein!“) lief sie dann am Sonntag nochmal 28 Kilometer und schwamm weitere 3.500 Meter…

Stichwort Belohnung: „Ohne Belohnung läuft gar nichts“, sagt Julia und lacht. Meist kommt sie hungrig wieder nach Hause, freut sich auf ein gutes Essen und einen gemütlichen Spaziergang in die Stadt – samt Eisdielenbesuch. „Aber auch Saune oder Massage sind Belohnungsfaktoren für mich“, erzählt sie.

2:40:26 – das ist die Marke, die Julia vom München Marathon 2015 mitbringt. In München siegte sie mit dieser persönlichen Bestzeit und wurde Bayerische Meisterin. Was ist in Wien zeitlich drin? „Mit einem Lächeln über die Ziellinie laufen – und sollte die Zeit unter 2:40 sein, fällt das Lächeln bestimmt breiter aus“, schmunzelt Julia und lässt sich keine Zielzeit entlocken.

Fast so schön wie das Siegerlächeln beim München-Marathon: Julia im Ziel beim Paderborner Osterlauf. (Foto: Josef Ruetter)
Fast so schön wie das Siegerlächeln beim München-Marathon: Julia im Ziel beim Paderborner Osterlauf. (Foto: Josef Ruetter)

Wenn Wien „absolviert“ ist, wird es auch eine kleine Belohnung geben. „Erstmal Trainingspause und in den ersten Tagen wohl etwas mehr Eis und Kuchen – oder auch frische Brezen, die könnte ich kiloweise essen“, berichtet Julia. Die kleine Auszeit werde sie aber auch nutzen, um mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu können. Denn Wien ist eigentlich nur eine Zwischenstation: Im Mai startet die Triathlon-Saison. Dafür hat Julia in den letzten Monaten viel Zeit in die Trainingsvorbereitung investiert – unter anderem mit Trainingslager auf Mallorca, einem Halbmarathon in Marathonpace beim Freisinger Frühjahrslauf (21,1km – 1:18:31), einem Testlauf beim Eisbärlauf in Wien (21,1km – 1:16:37) und beim Paderborner Osterlauf (10km – 34:28). Am 8. Mai startet sie dann bei der „Challenge Rimini“ – ihr Debüt als Triathlonprofi.

Jetzt heißt es für Julia aber erstmal tapern, den leicht verspannten Oberschenkelmuskel schön lockern und mental auf Wien vorbereiten. Und in die Vorfreude auf den Lauf fließt auch ein klein wenig Vorfreude auf das Carbo Loading vorab ein. Denn noch etwas ist in Wien besonders: Kaiserschmarrn statt Pasta. „Ich steh‘ nicht so auf Pasta, dafür liebe ich Mehlspeisen“, sagt die sympathische Athletin.

Wir drücken die Daumen für den Wien Marathon!

(Titelfoto: Start beim Stampfl-Berglauf 2016 / (c) Hans Munz)

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