Das NordkappProjekt: Mit dem Twingo ganz nach oben

Markus Gründel ist Wanderer, Bastler, Outdoorer, Abenteurer und Geocacher. Über seine Hobbies hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht, gibt Tipps für Ausrüstung und Touren. Und macht sich regelmäßig selbst auf die Reise. Diesmal soll es mit seiner Frau Nicole Wunram ans Nordkapp gehen. Die Strecke dorthin legen sie mit ihrem „Wohnmobil“ zurück. Einem Renault Twingo. 

Der Gründel“ wird er in der Geocacher-Szene genannt. Weil er seit gefühlter Ewigkeit eine feste Größe der Community ist: Seit 15 Jahren ist Markus Geocacher, Nicole seit fast 12 Jahren. Und weil seine Bücher die Standardwerke der deutschsprachigen Geocacher sind, seit mittlerweile 10 Jahren. Den Ursprung der Idee, mit einem Twingo zum Nordkapp zu fahren, und welche Pläne sie für ihre Reise haben, hat Markus Gründel für gps.de aufgeschrieben:

Im Cacher-Dasein, wie im wahren Leben auch, gibt es immer wieder Ziele oder Milestones, wie man Neudeutsch sagt, die man mal erlebt, erfahren oder besucht haben will.
So kennt spätestens seit dem Song „Jahresendevent“ der Dosenfischer-CD „Zwölf Elfen“ jeder Geocacher den Cache „Nothing but Stones“ am wahren Nordkapp. Bereits 2011 hatte der Podcaster-Kollege D-Buddi einen Video von seiner Tour dorthin gedreht und uns war klar, dass wir diesen Cache beim nächsten Skandinavien-Urlaub besuchen möchten.

Nun ist es zum Nordkapp nicht gerade ein Katzensprung und so will so eine Tour gut vorbereitet werden, gerade was das Zeitlimit betrifft. Richtig toll wäre es natürlich die (einfache) Strecke von rund 4.000 km zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen, aber da sind dann schon Monate erforderlich.

Dank frühzeitiger Planung konnten 7 Wochen Urlaub bei Arbeitgeber und Kollegen „ausgehandelt“ werden, etwa das Doppelte, was man sonst für eine Tour zum Nordkapp von Deutschland aus rechnet. Schließlich soll der Urlaub ja nicht in Stress ausarten oder als nur-Fahrerei in Erinnerung bleiben.
So haben wir uns für das klassische Verkehrsmittel, das Auto entschieden.
Das „mobile Hauptquartier“ (ein Wohnwagen) fiel aus, weil Spritverbrauch und (Un-)Beweglichkeit zu hoch. Ein Wohnmobil mieten? Auch nicht so unser Ding mit Fremderleuts-Sachen unterwegs zu sein.
Die Entscheidung fiel für unser „Wohnmobil“ der besonderen Art.

Als sich der weiße Renault Twingo 2014 zu unserem Fuhrpark gesellte, war uns gar nicht bewusst welch ein Raumwunder wir damit erstanden hatten. Kann man ihn doch mit wenigen Handgriffen zu einer kompletten Liegefläche umbauen. Nebenher bietet er noch eine Vielzahl an praktischen Ablagemöglichkeiten, die wir selbst als traditionelle „Autoschläfer“ bei keinem unserer vorher genutzten Cachmobile vorgefunden haben.
Klar, ist er klein, wobei uns hier unser weniger kräftiger Wuchs zu Gute kommt. Und klar, mit dem Platz will gehaushaltet werden.

So probierten wir unterschiedlichste Packkonzepte auf ein paar Probetouren aus. Dadurch konnten wir die optimalen Verstaumöglichkeiten für unsere Ausrüstung herauszufinden – denn sieben Wochen auf so enger Fläche zu leben will auch geübt sein.

Was auch für den Twingo spricht, ist der geringe Verbrauch von 5,5l Super bei einer (für einen Benziner schon unüblichen) Reichweite von 600km und dennoch spritziges Fahrverhalten – im Gegensatz zu vielen anderen Fahrzeugen schon irgendwie nachhaltig…
In den letzten Wochen haben wir noch so viele tolle Tipps von lieben Mitcachern bekommen, dass wir langsam das Gefühl bekommen, dass die sieben Wochen doch nicht ausreichen, um ganz Skandinavien zu sehen.
Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis unsere Tour startet und es stapelt sich die Ausrüstung, die ja irgendwie mitkommen möchte … nicht dass wir zwischendurch noch ein paar große Events und Messen besuchen wollen 😉

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