GPS

„Global Positioning System“, zu deutsch Globales Positionsbestimmungssystem – kurz GPS. System zur Positions­bestimmung und Navigation mit Hilfe von Satellitensignalen. 1978 wurden die ersten Satelliten ins All geschossen, damals zu rein militärischen Zwecken. Heute umkreisen 32 dieser Satelliten die Erde und senden ihre Signale herab. Das →GPS-Gerät empfängt die Signale und berechnet daraus die aktuelle Position.

Screenshot einer GPS KonfigurationsoberflächeDie GPS-Technologie wird heute alltäglich in der Seefahrt, Luftfahrt, zur Straßennavigation, auf Reisen und Expeditionen, aber auch im Sport und der Freizeit eingesetzt. Bis zur Jahrtausendwende hatte das US-Militär eine „künstliche Ungenauigkeit“ eingeschaltet. Heute ist die Positionsbestimmung auch mit den einfachsten Geräten so präzise und schnell, dass beispielsweise das Navi im Auto in Echtzeit die Abbiegehinweise gibt.

Die offizielle Bezeichnung lautet NAVSTAR GPS und heißt „Navigational Satellite Timing and Ranging“. Offiziell wurde das System am 17. Juli 1995 in Betrieb genommen. Allerdings ist GPS als Abkürzung heute die umgangssprachliche Bezeichnung für alle Satellitensysteme.

So funktioniert GPS

Die Satelliten, die die Erde umkreisen, senden mit Radiosignalen ihre Position und die genaue Uhrzeit. Diese Informationen senden die Satelliten ständig. Die Signale sind codiert. GPS-Empfänger können aus diesen Daten ihre eigene Position und auch ihre Geschwindigkeit ermitteln. Dazu reichen theoretisch drei Satelliten aus. Aus den Signalen dieser drei Satelliten können Höhe und Position bestimmt werden. Erst mit den Signalen eines vierten Satelliten kann jedoch die genaue Zeit im Empfänger bestimmt werden.

 

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