Blitzer Marathon

Bundesweiter Blitzmarathon – Wo wird geblitzt?

Blitzer MarathonAm 18.September ist es wieder soweit – die Polizei startet den zweiten bundesweiten Blitzmarathon. Medaillen gibt es bei diesem Marathon allerdings nicht, denn an tausenden Standorten macht die Polizei Jagd auf Raser. Bei den Autofahrern trifft diese Aktion auf geteilte Meinungen, doch die Statistiken sprechen für sich. Aber wo wird geblitzt und was ist zu beachten?

Der bundesweite Blitzmarathon findet am Donnerstag zum zweiten Mal in ganz Deutschland statt. Die Kontrollen beginnen 6 Uhr morgens und dauern maximal 24 Stunden. Eine Frage die viele Autofahrer beschäftigt: Dient das alles tatsächlich unserer Sicherheit oder sollen nur die Kassen der Kommunen aufgefüllt werden?

Was sagt die Statistik?

Die Statistik zeigt ein deutliches Bild. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 1.576 Verkehrsopfer gezählt. Das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jeder dritte Verkehrstote stirbt aufgrund zu hoher Geschwindigkeit.

Zahl der Unfälle steigtEine Besonderheit gibt es dieses Jahr auch. In Niedersachsen soll erstmalig eine Abschnittskontrolle durchgeführt werden. Die sogenannte „Section Control“ misst die Geschwindigkeit der PKW nicht an einer konkreten Stelle, sondern auf einer bestimmten Strecke.

Wo wird geblitzt?

Die Verkehrspunkte an denen die Blitzer bereits im letzten Jahr standen unterscheiden sich von den diesjährigen Kontrollpunkten der Polizei. Normalerweise ist es in den Bundesländern üblich, die Messstellen mit Hilfe einer Abstimmung zu ermitteln, das heißt, dass die Polizei fast ausschließlich nur dort steht, wo Unfallschwerpunkte sind. In diesem Jahr durften Kinder die Messstellen vorschlagen und der Polizei sagen, wo es aus ihrer Sicht besonders gefährlich ist.

Die Polizei gab bisher die folgenden Kontrollstandorte bekannt [Details nach dem Klick auf das Bundesland]:

Niedersachsen Hessen Brandenburg Berlin
Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen
Bayern Baden-Württemberg Bremen Mecklenburg-Vorpommern
Thüringen Hamburg Schleswig-Holstein Sachsen-Anhalt

 

Auch Navigationsgeräte können dabei helfen, sicher, vorschriftsmäßig und geschwindigkeitsbewusst zu fahren. So informieren beispielsweise Radarkontrollen-Datenbanken über Tempolimits und dauerhafte Radarkontrollen auf der Strecke und lassen sich bequem auf das Navigationsgerät übertragen. Geschwindigkeitsübertretungen werden im Navi dank des integriertem GPS und dem im Kartenmaterial hinterlegten Begrenzungen angezeigt und akkustisch ausgegeben.

Voller Erfolg im letzten Jahr

Im vergangenen Jahr hatte die Polizei 24 Stunden lang fast 15.000 Beamte im Dienst, welche an mehr als 8.700 Stellen in ganz Deutschland Temposünder ins Visier nahmen. Mehr als drei Millionen Autofahrer wurden kontrolliert. Binnen zehn Minuten rasten zwei Wagen mit Tempo 250 statt 120 in eine Kontrolle. Allein in NRW wurden mehr als 422.000 Autofahrer überprüft. 83.000 von ihnen waren trotz der vielen Vorwarnungen zu schnell auf den Straßen unterwegs, wie das Innenministerium in NRW mitteilte.

Ganzjährig Rücksicht nehmen

Aber nicht nur am 18. September sind Autofahrer dazu aufgerufen vorsichtig und vor allem vorausschauend zu fahren. Rücksicht im Straßenverkehr kommt immer an. Wer sich an Tempolimits hält und unfallfrei fährt, der trägt dauerhaft zu einem sicheren Straßenverkehr bei und kann höhere Versicherungsprämien, Strafpunkte und Bußgelder vermeiden – und sogar Leben retten.

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