Kilometer für Nepal – Thüringer radelt für den Wiederaufbau

Alles verloren.
Alles verloren.

(von Martina Michl) Eine Familie sitzt mit traurigen Augen vor den Ruinen ihres Hauses, von dem nur noch die Grundmauern stehen. Alles was sie hatte liegt zerstört in Staub und Schutt. Im Himalayastaat Nepal sind im April 2,8 Millionen Menschen durch das verheerende Erdbeben obdachlos geworden. Das Land ist wegen der fatalen Folgen dringend auf Hilfe angewiesen. Radsportler Frank Marschler will nicht nur zusehen, sondern gibt seine ganze Kraft um Spenden zu sammeln.

Seit mehr als 80 Jahren hat es in der Region kein so starkes Beben mehr gegeben. Die derzeitige Lage ist prekär: Es gibt immer noch Dörfer, die von den Helfern bislang nicht oder kaum erreicht wurden. Viele kleine Straßen sind durch Erdrutsche unpassierbar. Zelte und Lebensmittel können wegen einem Mangel an Landeplätzen oft nur aus der Luft abgeworfen werden, aber die nepalesischen Behörden verfügen nur über ein Dutzend Hubschrauber. Gerade diese Hilfsgüter sind zurzeit am wichtigsten und werden von den Menschen dringend benötigt. Der nepalesische Premierminister Sushil Koirala gab bereits zu, dass nicht schnell genug auf die Naturkatastrophe reagiert wurde. Zu allem Übel beginnt ab Juni auch noch die Monsunzeit, die Überschwemmungen und weitere Erdrutsche mit sich bringen kann.

Mit Gebetsfahnen durch die Dolomiten

Frank Marschler will helfen.
Frank Marschler will helfen.

Das Land hat die internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe gebeten. Nicht nur große Organisationen und Staaten versuchen zu helfen, sondern auch Privatpersonen und Vereine. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Lebensumstände der Einwohner Nepals wieder verbessern, genau wie Frank Marschler. Der Thüringer fährt für sein Leben gerne Fahrrad und möchte durch eine achttägige Dolomitentour auf die Situation in Nepal aufmerksam machen und Spenden sammeln. Unter dem Motto „Wiederaufbau Nepal – Biken in der Gebirgsregion für die Gebirgsregion“ ist er am 8. Mai mit tibetischen Gebetsfahnen ausgerüstet in München gestartet und sammelt nun neun Tage lang auf seinem Randonneur Kilometer. Mindestens 500 km will er radeln, auf denen er mit 23 kg Gepäck auskommen muss. Auf seinem Blog zeigt er die wenigen Dinge, die er bei sich trägt. Uns fällt schon der Verzicht auf den gewohnten Standard schwer, dabei kann man sich kaum vorstellen, dass Millionen Nepalesen gerade alles verloren haben. Geliebte Menschen, Häuser, Vieh und alle Besitztümer wurden unter den Trümmern begraben. Frank Marschler setzt all seine Kraft und seinen Willen dafür ein, Geld zu sammeln und den Betroffenen so zu helfen. Auf racing-mokkasin.de kann man seine Radreise mitverfolgen, da er jeden Tag einen spannenden Live-Bericht online stellt.

Jeder kann helfen
Ein Dach über dem Kopf fehlt.

500 EUR für ein Haus

Damit das Projekt zum Erfolg führt braucht er Hilfe. Hilfe von euch, den Lesern. Am liebsten wäre Frank ein kleiner Betrag pro gefahrenem Kilometer. Je mehr Spenden zusammenkommen, desto größer ist Franks Motivation, sodass er mehr Kilometer fahren wird. Auch kleine Summen können schon viel bewirken. Ein neues Haus in Nepal kostet beispielsweise umgerechnet 500 €. Der Verein Namaste-Help Agent e.V. aus Bad Düben bei Dessau wird das Geld im Anschluss den Bedürftigen direkt zukommen lassen. Er besteht seit 2009 und hat die Verbesserung der Lebensumstände, insbesondere der Ausbildungsmöglichkeiten von Kindern, in Nepal zum Zweck. Jetzt ist ein Einsatz vor Ort in Planung, um das Land beim Wiederaufbau nach dem Erdbeben zu unterstützen. Spätestens ab Ende September soll dabei geholfen werden, die Infrastruktur in Dörfern nahe des Epizentrums wieder herzustellen. Der Fokus liegt dabei auf der Errichtung von Schulen und sozialen Einrichtungen. Die Aktion, die sechs Wochen lang dauern soll, wird von Gorkha (westlich der Hauptstadt Kathmandu) aus organisiert.

Auch kleine Beträge helfen

Namaste – Help Agent e.V. versichert, dass die Spenden auf direktem Weg zu 100% vor Ort eingesetzt werden. Wenn auch du das Leben der Betroffenen nach dem schrecklichen Unglück aktiv verbessern willst, ist das deine Chance, einen Beitrag dazu zu leisten: Es werden noch Helfer gesucht, die Namaste auf ihrem Einsatz begleiten! Der Flug muss allerdings selbst bezahlt werden, da die gesammelten Gelder ausschließlich an die Katastrophenopfer gehen.

SPENDENKONTO

Namaste-Help Agent e.V.
IBAN: DE36 8605 5592 1100 9903 01
BIC: WELADE8LXXX
Verwendungszweck: Wiederaufbau Nepal RMoT

Frank und der Namaste-Help Agent e.V. danken euch für eure Spenden! Ihr erhaltet eine Spendenquittung.

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