Andrea Diethers

Lauf zwischen den Meeren

Andrea Diethers
Andrea Diethers

(von Andrea Diethers) Ich habe in diesem Jahr schon an einigen wunderbaren Laufevents teilgenommen und eines meiner Highlights war sicherlich der “Lauf zwischen den Meeren 2013“. Hierbei galt es in einer Staffel schnellstmöglich 96,3 km quer durch Schleswig-Holstein von der Nord- zur Ostsee zu laufen.

Mein bunt gemixtes Team aus 10 fröhlichen Nordlichtern startete seine Reise von Hamburg aus in Richtung Husum, einem idyllischen Hafenstädtchen, in welchem traditionell der Startschuss für diesen Lauf fällt. Jeder von uns hatte sich zuvor seine persönliche Lieblingsstrecke herausgepickt. Die einzelnen Etappen führen durch Wälder, Felder, Dörfer und immer wieder über kleine Hügel. Es geht u.a. durch das flache Nordfriesland zum Wikinger-Kulturdenkmal Waldemars Mauer, über die Landebahn des Fliegerhorsts Jagel, zur Schlei vorbei am Schleswiger Dom, durch die wellige Endmoränenlandschaft von Schwansen und immer wieder vorbei an strahlend schönen Rapsfeldern.

Die besondere Herausforderung bei diesem Lauf ist sicherlich das richtige Timing: wie bei einer Dominoschlange muss der nächste Läufer rechtzeitig an der folgenden Wechselzone bereit stehen. Damit dies möglichst reibungslos funktioniert, hatte Läuferin Yvonne einen minutengenauen Plan ausgeklügelt, der per Whats App aktualisiert und mit Hilfe zweier Autoteams umgesetzt werden sollte.

Tim hat alles für unser Team gegeben
Tim hat alles für unser Team gegeben

Unser Startläufer Tim ging hoch motiviert an den Start und meisterte seine Strecke erstaunlich schnell. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass bei so einer langen Distanz natürlich nicht jeder Kilometer ausgezeichnet ist. Das hatte Tim verwirrt, da er es gewohnt war mit seiner Stoppuhr die benötigte Zeit für jeden Kilometer zu checken. Außerdem war es ohne Streckenmarkierungen schwierig die Distanz in dem hügeligen Gelände abzuschätzen. So nahm das Chaos direkt zu Beginn seinen Lauf. Tim war wesentlich schneller als erhofft gelaufen und konnte sich zum Glück mit letzter Kraft gerade so in die erste Wechselzone retten.

Die erste Übergabe funktionierte noch und dann folgte unser Wechsel-Gau: der nächste Läufer war unauffindbar und wertvolle Minuten gingen verloren – sehr aufregend!

Wechselzonen-Gewusel
Wechselzonen-Gewusel: Wo ist bloß unser nächster Läufer?! – rechts unser Staffelläufer-Erkennungssignal

Nach minutenlangem, vergeblichen Suchen hieß es dann einstimmig von meinem Team: “Andi, du läufst jetzt!“. Ich hatte das Holz schon in der Hand, als ich glücklicherweise doch noch von dem richtigen Läufer abgelöst wurde.

Mittlerweile hatte sich unser komplettes Team an Punkt 3 zusammengefunden und es blieb wiederum nicht viel Zeit, um zur nächsten Wechselzone zu gelangen. Der Schwierigkeitsfaktor wurde zudem durch kleinere Staus und die Parkplatzsuche erhöht, was unserer heiteren Stimmung aber weiterhin absolut keinen Abbruch tat. Zum Wiederfinden des Autos eignet sich übrigens ganz gut die „zurück-zum Start-Funktion“ der Forerunner 610 😉 !

Stau überstanden, Parkplatz gefunden und jetzt schnell zur Wechselzone.
Stau überstanden, Parkplatz gefunden und jetzt schnell zur Wechselzone

Außerdem hatten wir von nun an einen guten Plan: ich habe meine Garmin GPS-Uhr meinen Teamkollegen geliehen. Da sich die Uhr praktisch von selbst erklärt, kamen die anderen Läufer sehr gut mit meiner Forerunner 610 zurecht. Ich hatte sie so eingestellt, dass Zeit, zurückgelegte Strecke und Pace angezeigt wurden und bei jedem Kilometer ein Vibrationsalarm ausgelöst wurde. So konnte jeder Läufer sein Tempo kontrollieren und die Lieblingsstrecke bei flotter, aber angenehmer Laufgeschwindigkeit genießen und die Wechsel klappten von nun an wunderbar!

Yvonne beim Start ihrer Etappe. Nun gut ausgestattet mit meiner Forerunner 610 am Handgelenk
Yvonne beim Start ihrer Etappe

Yvonne: „Mit der Strecke von Fahrdorf nach Fleckeby hatte ich das Glück, einen wirklich reizvollen Abschnitt mit einem herrlichen Blick auf die Schlei laufen zu dürfen. Die von Andi geliehene Garmin-Uhr hat mir sehr geholfen, meine Kräfte auf der mir unbekannten und unerwartet hügeligen Strecke gut einteilen zu können. Alles in allem war es ein toller Lauf zum Genießen und gleichzeitig ein großer Spaß im Team zu kämpfen!“

Und wie es der Zufall so will, traf ich noch meinen Laufpartner Timo, bei dem ausgerechnet kurz vor seinem Start die Lauf-Uhr schlapp gemacht hat.

Timo direkt vor dem Start seiner Laufstrecke
Timo direkt vor dem Start seiner Laufstrecke

Timo: „Pech, wenn kurz vor einem Laufwettkampf die Batterie bei der Lauf-Uhr den Geist aufgibt. So kam es, dass Andi so lieb war, und mir ihre Garmin 610 für meine Etappe des Staffellaufs ausgeliehen hat. So wurde aus dem Lauf ohne Uhr ein super Run. Die Uhr hat mich kilometerweise auf dem Laufenden gehalten. Zu Beginn bin ich bei der Laufgeschwindigkeit (angezeigt in Minuten/je km) etwas zu schnell angegangen. Ich konnte sofort reagieren und mit der tollen Garmin-Uhr auch noch den Endspurt gewährleisten. Gerade durch die genaue GPS-Bestimmung konnte ich die Strecke perfekt abschätzen und meine Reserven optimal einteilen. So wurde aus dem Pech zu Beginn doch noch ein super Lauf.“ 

Und bei strahlendem Sonnenschein folgte endlich mein eigener Start auf der vorletzten Etappe von Gut Hemmelmark nach Waabs.

Mein Start in Gut Hemmelmark
Mein Start in Gut Hemmelmark

Da für mich eine Woche später ein 10 km-Race beim 31. Neusser Sommernachtslauf anstand, hieß es meine 10,6 km-Etappe etwas ruhiger anzugehen und nach einem vorgegebenen Schnitt zu laufen. Das war für mich eine gute Gelegenheit, die Virtual Pacer-Funktion meiner Garmin einzusetzen. Dabei legt man eine gewünschte Pace fest und man erkennt auf dem Display, ob man im richtigen Tempo läuft. Wenn man den festgelegten Tempobereich verlässt, ertönt zudem ein Tonsignal. Das war genau das richtige Feature für mich für diesen Lauf, da ich in meiner Euphorie gerne viel zu schnell als eigentlich gewollt laufe. Und wer weiß, wäre ich schneller gelaufen, hätte ich in Neuss vielleicht nicht mit 36:29 min meine Bestzeit auf 10 km Straße geknackt.

Der krönende Abschluss unserer 8 Stunden und knapp 11 Minuten andauernden Husum-Damp-Tour war der grandiose Zieleinlauf von Thorsten mit Sprung in die Ostsee, das gemeinsame Picknicken am Strand (Danke für die große Schüssel Nudelsalat für uns alle, Yvonne!) und die große Strandparty!

Unser Team
Unser Team: Strahlende Gesichter am Zielort Damp

Die Reise war beendet, wir fühlten uns wie kleine Helden und nun wurde gefeiert! Nach dieser aufregenden und tollen Erfahrung, der sehr guten Event-Organisation und der äußerst schönen Streckenführung können wir gut nachvollziehen, warum manch ein Läufer mittlerweile nahezu jeden Abschnitt schon einmal gelaufen ist. Und auch für unser Team steht fest: 2014 sind wir wieder dabei!!!

Es war wirklich ein emotionales Rennen, wir haben uns ein wenig wie die Fackelträger von Olympia gefühlt und waren stolz, gemeinsam das Holz knapp 100 km von der Nord-zur Ostsee getragen zu haben!

Schön ist auch, dass meine Lauf-Uhr die Strecke zusammen mit Daten wie der Laufgeschwindigkeit, Höhe und dem Wetter aufgezeichnet hat, die man jederzeit in Garmin Connect abrufen kann – eine wunderbare Erinnerung!

…und Yvonne und Timo haben mittlerweile ihre eigene Garmin GPS-Uhr :)!

Yvonne und ich beim Sportscheck Nachtlauf 2013 in HamburgYvonne: „Als Lauf-Einsteigerin habe ich mir überlegt, welche Laufuhr für mich geeignet ist und welche Funktionen mir für das Training wichtig sind. Überzeugt haben mich dann die Trainings- und Zusatzfunktionen der Garmin 610 wie z.B. der virtuelle Partner oder der Vibrationsalarm für Pace, Zeit und Distanz und die sehr einsteigerfreundliche Bedienung über das Touchscreen, ein ganz klarer Pluspunkt! Durch die Auswertung der Laufdaten, die durch die kabellose Datenübertragung einfach und schnell gemacht ist, kann ich mein Training direkt analysieren und anpassen, das motiviert mich nach jedem Lauf aufs Neue!“

Timo kurz nach seinem Triathlon-Lauf über die olympische Distanz beim ITU World Triathlon
Timo kurz nach seinem Triathlon-Lauf über die olympische Distanz beim ITU World Triathlon

Timo: „Nach dem Lauf stand für mich fest, diese Uhr musste ich haben, da ich jedoch im Triathlon meinen Fokus habe, fand ich meinen Favorit mit der Garmin 910 XT, diese hat natürlich auch jeden GPS- und Trainingsmodus-Umfang und ist ebenso für das Schwimmtraining sehr gut geeignet. Ein Wasserdichtes Gehäuse macht dies möglich. Das Batterieproblem ist kein Thema mehr, die Uhr hält 20 Stunden und kann bequem per Ladekabel aufgeladen werden, wenn der Status des Akkus danach verlangt.  Ein Trainings- und Wettkampfkollege, der bei mir nicht mehr wegzudenken ist, auch bei dem heutigen olympischen Triathlon in Hamburg war mir die Uhr ein treuer Begleiter, mit dem Multisportmodus hatte ich alles im Blick, dieser ermöglicht ein fließenden Übergang der Sportarten und hält ebenso die Zeiten der Wechsel fest.“

Hier seht ihr noch einen kleinen Überblick über unsere gelaufene Strecke auf Google Maps:

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