Bauchschmerzen durch Blähungen sind auch beim Sport nicht unnormal.

Blähungen beim Sport – was du dagegen tun kannst

Blähungen sind schon unter normalen Umständen ein unangenehmes Thema. Beim Sport kann sich der Blähbauch schnell zu einem handfesten Problem entwickeln. Wie du den Blähungen vorbeugen und was du im Fall der Fälle tun kannst, verraten wir dir hier.

Auch wenn man eigentlich nicht gerne darüber spricht, kennen auch Läufer  und Radfahrer das Problem. Mitten in einer Trainingseinheit oder sogar beim Wettkampf krampft der Bauch. Blähungen. Jetzt ist guter Rat teuer, denn so ganz ohne Weiteres verschwinden die Blähungen nicht. Was helfen kann, sind Bauchmassagen. Dieses Hausmittel gegen Blähungen hat vielleicht auch schon deine Großmutter angewendet. Kreisförmig streichst du über den Bauch mit leichtem Druck. Immer im Uhrzeigersinn. Das funktioniert natürlich nur, wenn du das Tempo verringert oder ganz gestoppt hast.

Ein anderes Hausmittel gegen Blähungen: Die Gase freilassen. Ja, jetzt sind wir beim unangenehmen Part angekommen. Aber der Tipp ist wirklich wichtig. Denn die Luft im Bauch muss raus. Du solltest die Blähungen nicht unterdrücken. Je mehr Luft sich angesammelt hat, umso größer wird der Dehnungsreiz im Bauch. Hältst du es ganz lange aus, tust du deinem Körper nichts Gutes. Im Gegenteil. Ein schmerzhafter Blähbauch oder gar das Roemheld-Syndrom sind die Folge. Bei dem Syndrom drücken die Gase das Zwerchfell bis auf das Herz. Herzbeschwerden sind die Folge.

Um die Gase der Blähungen freizulassen, wirst du zwangsläufig stehenbleiben müssen. Du solltest dir immer im Klaren darüber sein: Das ist keine Niederlage. Es geht um deine Gesundheit. Auch in einer solchen vielleicht nicht ganz so angenehmen Situation, musst du auf die Zeichen deines Körpers achten.

Du solltest aber wissen, dass du mit deinem Problem nicht alleine bist. Denn nicht nur Sportler – auch Nichtsportler leiden unter Blähungen. Und das eint euch: Symptome und Behandlung sind identisch.

Wie entstehen Blähungen?

Luft, die du beim Sprechen oder Essen oder auch beim Atmen in den Körper führst, wird nicht komplett wieder ausgeschieden. Ein Teil wandert unter anderem in den Darm. Dort arbeiten fleißig Bakterien daran, deine aufgenommene Nahrung zu verdauen. Bei diesem Prozess entstehen reichlich Gase. Etwa Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid oder Stickstoff. Dieses Gemisch hat im Körper keine andere Aufgabe, als wieder zu verschwinden. Daraus wird also der umgangssprachliche Pups.

Die Ursachen von Blähungen

Krampf beim Sport durch Blähungen.
(c) iStock.com/nicoletaionescu

Ob und wie stark Blähungen entstehen, hast du tatsächlich zum Großteil selbst in der Hand. Denn deine Ernährung ist auch hier der Schlüssel. Ballaststoffe könnten dafür sorgen, dass dein Darm mehr arbeiten muss als gewöhnlich. Die Folge sind auch mehr Gase, die entstehen und stärkere Blähungen. Wenn du Ballaststoffe in Maßen zu dir nimmst, wird dein Körper dir das danken.

Auch bestimmte Lebensmittel eilt der Ruf, besonders blähend zu sein, voraus. Dazu zählen vor allem Kohlsorten und Hülsenfrüchte, aber auch besonders würzige Speisen.

Ebenso sind auch Genussmittel wie Koffein und Nikotin, also Kaffee und Rauchwaren jeglicher Art, für Blähungen verantwortlich. Unverträglichkeiten beispielsweise auf Laktose oder Fruktose lösen ebenso Blähungen aus. Hier solltest du einen Arzt befragen, der dich auf Unverträglichkeiten testet.

Letztlich kann auch eine vorangegangene Erkrankung, die mit Antibiotika behandelt worden ist, Blähungen auslösen. Denn bei Antibiotika ist üblicherweise die Darmflora angegriffen und kann nicht so arbeiten, wie sie es eigentlich tun sollte. Sprich mit deinem Hausarzt vor der Einnahme von Antibiotika, er wird dir ein Präparat zum Aufbau der Darmflora mit verschreiben.

Wie beuge ich bei Blähungen vor?

Die wichtigste Regel lautet: Höre auf deinen Körper. Wenn du nicht genau weisst, was die Blähungen auslöst, hilft dir ein Tagebuch weiter. Protokolliere deine Gewohnheiten, vor allem beim Essen. Ermittel aber auch deine Lebensumstände. Hast du besonders viel Stress? Bist du in einer Situation, die dich psychisch gerade sehr beansprucht? All das sind Informationen, die deinem Arzt helfen, die richtige Diagnose zu stellen und Maßnahmen abzuleiten.

Vielleicht entdeckst du mit deinem Tagebuch aber bereits, dass es bestimmte Lebensmittel sind, die bei dir regelmäßig zu Blähungen führen. Oder dass es Umstände wie Stress sind, die den Blähbauch auslösen. Dann hast du es selbst in der Hand, deine Gewohnheiten zu verändern.

Hausmittel gegen Blähungen: Tee hilft!

Bei vielen Betroffenen hilft Tee oftmals sehr zuverlässig gegen Blähungen. Vor allem Heilpflanzen wie Kamille oder Pfefferminze oder Ingwer haben einen guten Ruf. Sie helfen sehr wirksam. Fertige Mischungen gibt es im Fachgeschäft als „Magentee“ oder sogar als speziellen Bläh-Tee zu kaufen. Es ist aber auch mit einem einfachen Pfefferminztee oder Kamillentee oftmals schon ausreichend gegen Blähungen anzukommen.

Dazu hilft eine Wärmflasche bei der Linderung. Und wie schon gesagt: Die Luft muss raus. Wenn dir das im Büro oder zu Hause nicht so ohne weiteres möglich ist, gehe ein paar Schritte an der frischen Luft. Die Bewegung wird dir helfen. Nur eben: Keine sportliche Aktivität. Das könnte sogar kontraproduktiv sein.

Titelbild: iStock.com/NanoStockk

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